Written October 29, 2006 in smalltalk

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Vor meinem allerersten Flug mit einer Boeing 747 (Bild oben) vor einigen Jahren nach Buenos Aires in Argentinien hatte ich kaum Angst. Ich war nervös. Schweissgenässte Hände, einen überhöhten Puls und etwas normannische Blässe im Gesicht, da ich nicht wusste, was mich erwarten würde. Beruhigend war, dass von ca 450 Sitzplätzen nur knapp 70 besetzt waren. Den Grund dafür möchte ich besser nicht erfahren…Aber als die Maschine endlich Gas gab, war alles vobei, denn es war ein Adrenalinkick, in den Sitz gedrückt zu werden und zu sehen, wie unten auf dem Boden langsam alles kleiner wurde. Der Flug selbst war hervorragend. Vor allem der wolkenfreie, sonnige Blick über das Amazonasgebiet entschädigte für alles und ist bis heute unvergesslich. Zwischendurch konnte man immer nach hinten wandern und sich selbst an Sandwiches und Bier bedienen auf dem 13-stündigen Flug. Die Landung in Buenos Aires war nicht sehr amüsant. Wir flogen enge Kurven über die Dächer der Vororte, bei denen ich das abendliche Fernsehprogramm in den Wohnungen mit ansehen konnte.

Seitdem bin ich nun schon einige Male geflogen und ansich sollte man meinen, dass mit der Gewohnheit auch die Nervosität verfliegt. Aber dem ist leider nicht so. Denn mein eigentliches Problem ist der Gedanke, dass es für mich unlogisch erscheint, dass sich 300 Tonnen Stahl in die Lüfte bewegen lassen. Dazu waren aufgrund der Tatsache, dass ich auf Gran Canaria lebe, die letzten Flieger bis zum Rand gefüllt mit Touristen, welche ich dann nochmals zu den 300 Tonnen hinzugerechnet habe..einschliesslich Gepäck, Souvenirs für Omi, und die durch die Hotelverkostung nahrungsgeschwängerten Bäuche.

Aber ich habe keine andere Wahl als Fliegen. Dies ist schliesslich eine Insel. Per Auto mit der Fähre zum Festland und dann quer durch Europa ist sicherlich eine tolle Reise (die ich sicher auch mal machen werde) , aber der Zeitaufwand steht in keinem Verhältnis zum vierstündigen Flug. Bei den vielen Flügen ist es bei mir keine Flugangst mehr, dennoch begleitet mich jedesmal ein mulmiges Gefühl. Und da die meissten Menschen wohl Flugangst haben, habe ich hier mal einige hilfreiche Seiten rausgesucht.

Einen sehr schönen Artikel über Wege aus der Flugangst habe ich hier gefunden. Der wichtige Punkt bei mir ist der Zweite:

2. Beschäftigt euch mit der Fliegerei!
Mir hat geholfen, die kompletten Zusammenhänge der Fliegerei zu erlesen. Warum Flugzeuge oben bleiben. Warum es widernatürlich wäre, wenn sie am Ende der Startbahn nicht abheben würden. Wie Flugzeuge getestet werden. Dann weiss man auch, das das bisschen Biegen der Tragflächen, das man normalerweise sieht, Kleckerkram demgegenüber ist, womit man die Maschinen testet.

Und damit hat er vollkommen recht. Alles reine Physik und Aerodynamik, und wenn man sich ein wenig durch die Materie gelesen hat, weiss man schnell, dass man sich keine Sorgen machen sollte.

Für Menschen, die vor jedem Flug mit ihrem irdischen Leben abschliessen und Erben benennen, werden bundesweit zahlreiche Flugangstseminare angeboten, wie z.b. ein Tagesseminar am Dortmunder Flughafen. Informationen dazu gibt es unter der Telefonnummer : 0049 2981 7172

Eine weitere Interessante Seite ist “Flugangst bewältigen” - Eine Informationsseite zum Thema Flugphobie und deren psychologische Behandlung mit vielen guten Literaturangaben.

Abschliessend noch einige Links zum Thema Flugangstseminare:
Flugangstseminar in Saarbrücken
Flugangstseminar in Elsendorf
Flugangstseminar in Bremen
Flugangstseminar in Friedrichshafen

Weitere Infos gibt es sicher bei Deinem nächstgelegen Flughafen. einfach mal anrufen. Ich hoffe, dass war erstmal etwas hilfreich. Viel Spass beim Fliegen (bald) und immer dran denken –> Runter kommen sie alle!

Noch was zum Schmunzeln:

Zitat eines Piloten:

“Leider verzoegert sich durch die Gewitterwolken die Landung in Frankfurt, da alle Flugzeuge darum geleitet werden. Durch eine Gewitterwolke fliegen nur Tätowierte”

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