Willkommen in Israel

Eine wahre Geschichte, welche sich in Israel ereignet hat. Hab mich bemüht, die Geschichte von Lilly Sussman so gut es geht frei ins Deutsche zu übersetzen….
Ich saß auf der Terrasse mit Blick auf das Rote Meer. Israelische Sicherheitsbeamte (alle etwa um die 18 Jahre alt) hatten soeben mein 2-stündiges Verhör beendet. Sie hatten mir tausende Fragen gestellt. Was machen Sie hier? Was wollen Sie hier? Wo gehen Sie hin? Wen kennen Sie hier? Haben Sie einen Freund? ISt er Araber, Ägypter, Palästinenser? Warum leben Sie in Ägypten? Warum nich in Israel? Was wissen Sie über den Konflikt hier? Wie denken Sie darüber? Sie befragten mich zum Judentum, über dass ich rein garnichts weiss.
Dann baten Sie mich zu warten. Weil sie mich nach Telefnonummern von Familie und Freunde fragten, dachte ich mir, dass sie sie wohl anrufen, um sich bestätigen zu lassen, dass ich wirklich Familie in Tel Aviv habe. Eine Stimme aus dem Lautsprecher unterbrach meine Pause in der Sonne. Erst in Hebräisch, dann Arabisch, dann in English. Etwas wie ” seien sie nicht besorgt wegen der folgenden Schüsse – Israelische Sicherheitsbeamte müssen verdächtiges Gepäck in die Luft sprengen. Ich ging hinein, um nach meiner Tasche zu sehen, elche ich drinnen stehen lassen musste. Da sie immer noch da lag, ging ich wieder hinaus. Kurze Zeit später kam ein Ofizier, welcher mir mitteilte, dass es ihm leid täte, aber man musste meinen Laptop zerstören.
Wie bitte?? Alle meine Kundendaten, Zeugnisse, Schriften, Fotos, Musik und Anwendungen. Viele Jahre der Arbeit zerstört?? Sind sie verrückt?? Das war alles meine Arbeit!!!
Nach meinem Geschrei und weinen and hektischem telefonieren nahm der Beamte mich mit nach draussen, um das meinen Laptop anzusehen. Es stellte sich heraus, dass er nicht in die Luft gesprengt wurde, sondern von Kugeln durchlöchert war. Wir konnten die Festplatte retten – scheinbar unzerstört.Gott sei Dank! Warum fragten Sie nicht erst nach dem Passwort? War der arabische aufkleber auf dem Laptop schuld? Oder etwas, was sie während des Verhörs wütend machte?
Der Offizier begann, sich die Fotos auf meiner Kamera anzusehen. Sein Blick erstarrte, als er das Foto mit dem Graffiti sah, auf welchem nebem dem jüdischen Davidstern das Wort “Fuck” zu lesen war. Warum haben sie dieses Foto? Er wurde agressiver. Warum haben Sie dieses Foto?? Als er sehr agressiv wurde, antwortete ich ihm, dass mich das Graffiti selbst gestört hatte. Der offizier klickte weiter durch die Bilder und sah Fotos der Fotoausstellung im Januar über israelische Angriffe im Gaza-Streifen. Dummerweise hatte ich vergessen, diese Bilder zu löschen. Versehentlich hatte ich auf Speichern geklickt beim Hochladen, obwohl ich normalerweise alle Fotos auf der Kamera lösche, sobald ich sie hochgeladen habe.
Es fanden sich weitere verdächtige Sachen: ein arabischer Sprachführer, ein Tagebucheintrag, in welchem ich einen Palästinenser erwähnte (Ja, sie lasen ebenso mein Tagebuch), Briefmarken aus Syrien, Qatar,den Vereinigten Arabischen Emiraten und Palästina, einen palästinischen Reiseführer und einen Stadtplan von Jerusalem,in welchem mir ein Freund die Hauptstrasse, den zentralen Busbahnhof und meine Herberge markiert hatte. Wen treffen sie hier?? Wen wirst du hier treffen?, fragten sie mich wieder.
Naja auf jedenfall bin ich in Jerusalem. Jahre meines Lebens und meiner Arbeit sind nicht völlig zerstört. Insha’allah ( So Gott will) wird es Israel vielleicht bald besser haben….


















